Elias Bierdel

481px-Elias_Bierdel_3Elias Bierdel
Journalist und
Menschenrechtsaktivist

 

Elias Bierdel, geboren  1960 in Berlin.
Der Menschenrechtsaktivist verfolgt zivilcouragiert einen politischen und anwaltlichen Journalismus.

Nach dem Abitur studiert er von 1980 bis 1983 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Anschließend Volontär bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. 1985 Redakteur bei der Westfälischen Rundschau. 1986 bis 1993 Journalist in Rundfunk und Fernsehen. Ab 1994 Redakteur beim Deutschlandfunk. Während seiner Tätigkeit als Korrespondent im ARD-Studio Südosteuropa in Wien
berichtet er ausgiebig vom Balkonkonflikt. Er ist einer der letzten Journalisten, die das Land verlassen, als die NATO mit Luftangriffen in den Kosovo-Krieg eingreift. Dort macht er auch Bekanntschaft mit der Hilfsorganisation “Cap
Anamur”. 2002 wird er Projektmitarbeiter für Cap Anamur in Afghanistan und in den Vorstand der Hilfsorganisation Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte gewählt.

Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V. ist eine deutsche Hilfsorganisation, die von Christel und Rupert Neudeck sowie dem Schriftsteller Heinrich Böll gegründet wurde. Sie entstand aus dem Hilfskomitee Ein Schiff für Vietnam, das 1979 durch die Rettung tausender vietnamesischer Flüchtlinge, der so genannten Boatpeople, mit der zum Hospitalschiff umgebauten Cap Anamur weltweit
bekannt wurde.

2004 ist Bierdel an der Rettung von 37 schiffbrüchigen afrikanischen Flüchtlingen beteiligt, an denen die italienische – und letztendlich die europäische –
Politik ein Exempel statuiert.
So wird dem deutschen Rettungsschiff „Cap Anamur“ drei Wochen lang die Einfahrt in den sicheren Hafen verwehrt.
36 Flüchtlinge werden sofort und ohne Rücksichtnahme auf ihre persönliche Situation oder ihr tatsächliches Herkunftsland nach Afrika abgeschoben.
Bierdel, der Kapitän und der erste Offizier der „Cap Anamur“ werden fest
genommen und der „Schlepperei“ angeklagt. Haftstrafen und hohe Geldbußen drohen. Im Oktober 2009 werden die drei freigesprochen.

Über die Ereignisse, die zur Verhaftung führten, schrieb Elias Bierdel das Buch „Ende einer Rettungsfahrt“ (Verlag Ralf Liebe, September 2006).
Darin schildert er seine Sicht der Hergänge und die ganze Geschichte des Schiffs Cap Anamur , vom Umbau im Lübecker Hafen bis zur Beschlagnahme durch den italienischen Staat. Zugleich thematisiert er die Flüchtlingsproblematik auf hoher See.
Seit 2007 ist Bierdel Gründungsmitglied und Vorstand der Organisation
Borderline-Europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V., welche die zahlreichen Flüchtlingsdramen an den EU-Außengrenzen dokumentiert.

Seit März 2010 arbeitet Bierdel außerdem als Experte für Migration und Grenz-Management am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK). Dort ist er unter anderem für die Ausbildung ziviler Friedenshelfer für die UNO, Entwicklungsagenturen und große NGOs zuständig.

www.aspr.peacecastle.eu

Bierdels Motto: „Nichts ist so erfrischend, wie ein beherzter Schritt über die Grenze“

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