Pfr. Wolfgang Pucher CM

Pfarre St. Vinzenz Pfarrer Wolfgang PucherPfr. Wolfgang Pucher CM

Mitglied der „Kongregation der Mission“ = „Lazaristen“ = „Vinzentiner“

31. März 1939 wurde ich in Hausmannstätten bei Graz geboren. Ich wuchs in einfachsten Verhältnissen im Dorf Zerlach bei Kirchbach im Schwarzautal auf. Mein Vater ist 1943 im Krieg gefallen und meine Mutter hat 3 Kinder alleine großgezogen. 1949 entschloss ich mich Priester zu werden. Ich kam ins bischöfliche Knabenseminar nach Graz. 1952 übersiedelte ich in das Knabenseminar der Lazaristen nach Graz-Eggenberg. 1958 maturierte ich im „2. Bundesgymnasium“ (heute Carnerigymnasium). 1958 Eintritt in das Klerikat der „Kongregation der Mission“ (Lazaristen) in Graz.
1963 wurde ich zum Priester geweiht. 1963 bis 1966 war ich Erzieher im Knabenseminar der Lazaristen in Eggenberg.
1966 bis 1969 habe ich als Kaplan in der Kirche zur Schmerzhaften Mutter in Graz die Jugend und Jungschar geführt und in der Schule Religion unterrichtet.
1969 bis 1973 war ich am österreichischen St. Georgskolleg in Istanbul. Ich hatte das Internat für 80 moslemische Buben zu leiten und war Seelsorger der österreichischen Gemeinde.
Seit 2. Juni 1973 bin ich Pfarrer in Graz-St.Vinzenz (10.300 BewohnerInnen, davon rund 6.500 Katholiken). Mein Hauptengagement galt vorerst der Delogiertensiedlung, in der damals in 4 Häusern 800 Menschen (davon 200 Kinder) lebten. Arbeitslosigkeit und Alkohol gehörten zu ihrem Leben dazu. Im Laufe der Zeit gründete ich in der Steiermark, in Kärnten, in Wien und der Slowakei 57 Vinzenzgemeinschaften.
1990 entstand die Jugend-Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Folgende Sozialprojekte sind daraus entstanden:
1991 VinziBus: rollende Essensversorgung an drei Stellen in Graz
1992 das VinziNest, die allererste Notschlafstelle in der Stadt Graz für 75 Armutsflüchtlinge aus verschiedenen Ländern.
1993 das VinziDorf. Eine Herberge für obdachlose Österreicher, die dem Alkohol nicht entsagen können. Seitdem gibt es in Graz keine unfreiwillige Obdachlosigkeit mehr.
1996 Beginn des Engagements für die Roma, die auf den Straßen in Graz um Hilfe bitten.
2000 VinziMed. als Krankenstube für betreuungsbedürftige Menschen, vor allem aus dem VinziDorf.
2000 VinziBus Salzburg.
2002 VinziTel, ein Armenhotel mit 26 Betten
2004 Eröffnung des 1. VinziMarktes in Graz, Rochelgasse, der an Hilfsbedürftige Lebensmittel zu einem Preis von 30 % des eigentlichen Warenwertes verkauft.
Weitere 8 Märkte folgten
2004 VinziRast in Wien, eine Notschlafstelle mit 48 Betten.
2004 Eröffnung des VinziShop (Kleiderladen) in Graz,
2004 Gründung der Gruppe VinziHelp – Frauen helfen Frauen.
2005 Eröffnung Haus Rosalie, eine Notschlafstelle für 15 Frauen in Graz,
2006 Eröffnung der Einrichtung VinziBett Wien mit 55 Schlafplätzen für obdachlose In- und Ausländer und Gründung der Notschlafstelle VinziSchutz in Graz für 24 ausländische Frauen.
2007 Gründung des VinziBus Klagenfurt.
2010 Eröffnung VinziLife, ein Haus für psychisch schwer belastete Frauen.
2010 Eröffnung VinziShop Wien und VinziPort Wien (f. 85 obdachlose EU-Bürger).
2011  Klage beim Verfassungsgerichtshof gegen das Bettelverbot in Salzburg
2012  Klage beim Verfassungsgerichtshof gegen das Bettelverbot in der Steiermark
2012  Beginn des Projektes Housing first in Salzburg

Auszeichnungen
1988 Ehrenzeichen der Landeshauptstadt Graz in Gold
1998 Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark
2000 Ute Bock Preis von SOS Mitmensch
2002 Bundesehrenzeichen
2005 Österreicher des Jahres im Bereich Soziales Engagement
2005 Ehrenbürger von Hostice (Bettlerdorf in der Slowakei)
2008 Greineckerpreis für Zivilcourage
2008 Leopold Kunschak-Anerkennungspreis
2009 Gustl 58 „Initiative zur Herzensbildung
2012 Verleihung des Essl-Sozialpreises

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